Haltung der Achtsamkeit

Was bedeutet Achtsamkeit?

  • Achtsamkeit (englisch: mindfulness) bedeutet, die eigene Aufmerksamkeit bewusst und ohne Bewertung auf den gegenwärtigen Moment zu richten.
  • Achtsamkeit ist das bewusste Wahrnehmen mit allen Sinnen. Das Hier und Jetzt, mit Offenheit und Neugier wahrnehmen, ohne darüber zu urteilen.

Ursprung & Anwendung der Achtsamkeit

  • Ursprung der Achtsamkeit

    • Achtsamkeit ist aus der  buddhistischen Meditationspraxis entstanden (besonders in der Vipassana– oder Satipatthāna-Praxis).

    • Achtsamkeit ist nicht religiös, sondern eine sehr wirksame Methode und eine bewusste innere Haltung.
  • Moderne Anwendung der Achtsamkeit

    • In der Psychologie (z. B. Mindfulness-Based Stress Reduction, MBSR von Jon Kabat-Zinn)

    • In der Medizin zur Stress- und Schmerzbewältigung

    • In Schulen, Unternehmen und im Alltag zur Förderung von Konzentration, Gelassenheit und Empathie

  • Konkretes Beispiel in einem Unternehmen. Google Maßnahme „Search Inside Yourself“
    • Ein Kurs, der Achtsamkeit, Meditation und emotionale Intelligenz verbindet. Entwickelt von Chade-Meng Tan bei Google.

    • Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schulen, Selbstkenntnis zu fördern, Emotionen besser zu regulieren und hilfreiche mentale Gewohnheiten aufzubauen.

Kernaspekte der Achtsamkeit

  1. Gegenwärtigkeit
    • Man richtet die Aufmerksamkeit auf das, was gerade geschieht

    • Gedanken, Gefühle, Körperempfindungen oder die Umgebung.

  2. Bewusstheit

    • Statt automatisch zu handeln oder zu reagieren, beobachtet man, was innerlich und äußerlich passiert.
  3. Nicht-Bewerten
    • Erlebnisse werden nicht in „gut“ oder „schlecht“ eingeteilt, sondern einfach wahrgenommen, wie sie sind.
  4. Akzeptanz
    • Auch unangenehme Empfindungen oder Gedanken dürfen da sein, ohne sie sofort verändern zu wollen.